Schlank werden beginnt im Kopf

Zahlreiche Studien belegen, dass schlank werden im Kopf beginnt. Soviel wissen wir also schon. Wir  können dies auch in zahlreichen Büchern nachlesen - wie z.B. von Cora Besser Siegmund: Easy Weight - Der mentale Weg zum natürlichen Schlanksein (Econ Verlag) oder Nie wieder Heißhunger (Trias Verlag) oder das Buch des Münchner Arztes Frank Schwebke, Abnehmen mit Köpfchen (GU Ratgeber Gesundheit). Nur....was tun mit all dem Wissen?

 

Alleine tun wir uns oft schwer, die Ursachen zu erkennen, die uns daran hindern dauerhaft abzunehmen. Denn - es gibt meistens einen guten Grund, warum wir nicht abnehmen können. Sei es, weil wir Essattacken haben, die wir nicht selbst steuern können, sei es weil wir unsere Aufmerksamkeit nur mehr auf unseren Körper richten und damit das Übergewicht mental an uns binden, oder dass wir einfach verlernt haben, auf unser Hunger- und Sättigungsgefühl zu hören.

 

In einem Interview des Prisma Verlages mit dem Arzt Frank Schwebke meinte dieser: "...Der Kopf bremst nicht nur psychisch das Abnehmen, etwa durch unbewussten Widerstand. Der Kopf kann das Abnehmen auch mental steuern, und zwar über Hormone."

 

Dies ist eine sehr interessante Erkenntnis - und so hab ich mir diese These genauer angesehen - und bin bei einer Online-Recherche fündig geworden!

 

Denn....tatsächlich beleben zahlreiche Studien, dass das Glückshormon Serotonin, und die Schlankhormone Dopamin und Noradrenalin sowie das Wachstumshormon dafür verantwortlich sind, dass die Kilos nur so purzeln. Andererseits  sind die auch als Stresshormone bekannten Hormone Cortisol und Epinephrin (Adrenalin) wiederum als Dickmacher bekannt.

 

Auch ob wir uns satt oder hungrig fühlen, wird von den körpereigenen Hormonen gesteuert. Besonders wichtig sind in diesem Zusammenhang die Hormone Ghrelin und Leptin. Ghrelin wird im Magen produziert und sendet das Signal "hungrig", Leptin in den Fettzellen gebildet und vermittelt die Botschaft "satt". 2004 hat eine Studie der Universität Chicago gezeigt, dass Schlafmangel das Zusammenspiel der beiden Hormone aus dem Gleichgewicht bringt.

 

Jetzt könnte man natürlich hergehen, und wieder das Internet oder diverse Ernährungsfibeln durchforsten um sich die Speisen zu notieren, die notwendig sind, um diese Neurotransmitter zu sich zu nehmen. Doch genau das empfehle ich meinen Klienten nicht. Denn....damit liegt die Aufmerksamkeit wieder auf dem Essen, es entsteht der bittere Beigeschmack, dass nur bestimmte Speisen gegessen werden dürfen und der Teufelskreis- auch als Jo-Jo-Effekt bekannt - beginnt. Aber.....bin ich nicht selbst dafür verantwortlich, was ich meinem Körper zuführe? Darf ich nicht allein entscheiden, was meinem Körper gut tut?

 

Was also tun? Wie kann man wieder genußvoll essen und seine Lieblingsspeisen ohne viel wenn und aber zu sich nehmen? Und trotzdem schlank werden?

 

Nun, dazu sind 4 Schritte notwendig:  

 

1. Gilt es herauszufinden, welche Muster hinter dem aktuellen Essverhalten liegen.

Wann esse ich? Warum esse ich? Esse ich, weil ich Hunger habe, oder gibt es Situationen, in denen ich aus anderen Gründen esse? Hier geht es auch darum, wieder das natürliche Hunger- und Sättigungsgefühl zu aktivieren -  durch Tiefentspannung.

 

2. Ist es wichtig, das Ziel zu formulieren. 

Wenn ich weiß, was ich will, kann ich meinen Kopf und damit meinen Körper auf dieses Ziel ausrichten. In meiner Praxis formuliere ich gemeinsam mit meinen Klienten das Wunschziel.

 

3. Löst man entspannt Blockaden und erlebt parallel dazu sein Wunschziel  

Durch Tiefenentspannung wird dann das Ziel visualisiert und damit auch die Freude und der Erfolg erlebt, als ob es schon passiert wäre. Das ist deshalb so wichtig, weil das Unterbewusstsein nicht zwischen Realität und neu produzierten Bildern unterscheiden kann. Bei konsequentem Training wird "der Wunschkörper" für den Kopf Realität.

 

Und noch mehr: Damit wird das Hormon Serotonin angekurbelt, denn man erlebt damit Glück und Zufriedenheit. Gleichzeitig werden durch die positive Visualisierung die Stressfaktoren gelöst, also genau jene Hormone, die als Dickmacher bekannt sind.

 

4. Wird das innere Gleichgewicht durch ein Bewegungs-Wohlfühlprogramm unterstützt.

Um seinen Körper wieder besser zu spüren, ist es wichtig, ihm auch die Bewegung zu geben, die er braucht. Und da spreche ich nichtzwingend von stundenlangem Abmühen im Fitness-Center, sondern von Bewegung die Spaß macht. Denn nur was man gern macht, macht man gut. Und findet man eine Bewegungsform, die vorwiegend an der frischen Luft ausgeübt wird, ist dies ist ein weiterer Serotonin-Bringer.

 

5. Ist Geduld notwendig.

Von heut auf morgen sehr viel abzunehmen, ist unrealistisch und ungesund. Es geht eher darum, sich in seinem Körper wieder wohlzufühlen, und das Programm zu genießen. Der Erfolg stellt sich dann (fast) von selbst ein!

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Petra (Mittwoch, 17 August 2011 20:30)

    Das ist manchmal leichter gesagt als getan, aber genau diese Kopfsache ist das Schwierigste und lässt viele daran verzweifeln, mich eingeschlossen. Allein das weniger Essen oder anders Essen ist nicht schwierig, aber wenn der Kopf nicht mitmacht, dann hat man direkt verloren.

  • #2

    michaela (Dienstag, 04 März 2014 20:50)

    Ich hatte ebenfalls meine Schwierigkeit damit. Bis ich schlankes kennenlernte. Das Konzept ist genau das gleiche, aber das Seminar, das ich besucht habe, war fällig anders. Nach dem Seminar hatte ich das Gefühl ein fällig neuer Mensch zu sein als vorher. Es hat nicht nur im Kopf klick gemacht, sondern es änderte sich vieles im Kopf. Während des Seminars fühlte ich mich schon total anders. Es sind zwei Jahre rum und ich habe ganz ohne was dafür zu tun innerhalb eines Jahres 35kg abgenommen. Ich weiß auch, dass abnehmen im Kopf beginnt. Aber wenn man nur darüber schreibt oder redet und keine lösungsansätze hat, dann wird's echt schwer. Ich hatte das leicht, weil ich die richtige Methode gefunden habe. Gruß Michaela