Woran man merkt dass man direkt auf ein Burnout zusteuert

Immer öfter bekomme ich die Frage gestellt, woran man denn merkt, dass man direkt auf ein Burnout zusteuert. Nun ja, meistens ist man ja so in seinem „Hamsterrad“ drinnen, dass es in der Tat schwierig ist, zu erkennen, dass es bald nicht mehr weiter geht.

 

Aber wie wird Burnout definiert? Burnout bzw. Ausgebranntsein ist ein Zustand emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit. Mitte der 70er Jahre hat sich Herbert Freudenberger erstmals mit diesem Thema beschäftigt und dieser Erschöpfungsdepression den klingenden Namen gegeben.

 

Ein Hauptgrund für den Anstieg des Problems ist, dass die moderne Welt Leistung in immer kürzeren Taktfrequenzen verlangt und „Multi-Tasking“ – eine Eigenschaft, die oft Frauen untergejubelt wird - nicht funktioniert, es handelt sich dabei eigentlich nur um einen enormen Stress für das Gehirn.

 

Auch die Medien zeigen uns täglich Bilder von perfekten Superhelden – Menschen, die Karriere, Partnerschaft, Kinder, Haushalt, Hobbies meisterhaft unter einen Hut bringen – und dabei auch noch perfekt aussehen. Wir bekommen diese Informationen, und denken, dass es der Wahrheit entspricht. Also machen wir das genauso – und auch wenn wir merken, dass sich ein Gefühl von innerem Ungleichgewicht ausbreitet, denken wir, wir haben einfach einen schlechten Tag.

Fakt ist aber, dass jeder von uns einen eigenen Level an Belastbarkeit hat – und den gilt es herauszufinden.

 

Fragen, die dabei helfen können, um zu erkennen, ob mich mein Job überfordert oder ob ich im inneren Gleichgewicht bin:

 

  • Mache ich meinen Job gerne oder dient er nur dem Mittel zum Zweck?
  • Gehe ich jeden Tag gerne in die Arbeit oder habe ich schon in der Früh Bauchweh?
  • Ist mein Arbeitspensum meiner Energie angepasst oder muss ich manchmal für 3 arbeiten, weil es sich die Firma nicht leisten kann, mehr Mitarbeiter einzustellen?
  • Mache ich regelmäßige Pausen um mich erholen zu können oder verbringe ich auch die Mittagspause mit arbeiten?
  • Habe ich stetige Erfolgserlebnisse oder werden nur die negativen Ereignisse von meinem Vorgesetzten aufgezeigt?
  • Werden meine Überstunden – sofern ich welche mache – monetär oder verbal anerkannt oder kann ich arbeiten was ich will ohne dass es honoriert?
  • Empfinde ich Erfüllung und Freude bei der Ausübung meines Jobs oder empfinde ich oft Angst vor z.B. meinem Chef, einer Kündigung, vor einer Niederlage, vor einem Fehler?
  • Habe ich alle Qualifikationen für meinen Job, oder fühle ich mich teilweise überfordert?
  • Bin ich an meinem Job interessiert oder mache ich meine Tätigkeit lediglich um Geld zu verdienen?
  • Habe ich ein erfülltes Privatleben, oder nimmt mein Job mehr Zeit in Anspruch als mir und meiner Familie lieb ist?
  • Ist mein Job genau der richtige für mich oder würde ich gern etwas anderes machen?
  • Kenne ich meine persönlichen Grenzen oder kann ich diese bei allem Ehrgeiz manchmal übersehen?
  • Freue ich mich über Erfolge in meinem Job, oder ist ein Erfolg schnell vergessen, damit ich weitermachen kann?
  • Bekomme ich oder setze ich mir selbst realistische Ziele die ich auch erreichen kann, oder sind die Firmenziele bzw. meine eigenen Ziele in schwindelerregenden Höhen, dass der Frust automatisch kommt.
  • Kann ich oder gönne ich mir während der Arbeitszeit auch mal mein Firmenhandy ausschalten, oder gilt permanente Erreichbarkeit?
  • Ist meine Arbeitszeit auf meinen Arbeitsort beschränkt oder bin ich auch abends und am Wochenende virtuell in meinem Büro (über Laptop, Handy…)
  • Wenn ich krank bin, gönn ich mir dann die Zeit um mich in Ruhe auszukurieren, oder bin ich auch hier dazu geneigt, meine Emails zu checken oder mit meinen Kollegen zu telefonieren?
  • Habe ich das Gefühl dass mich jemand im Job ersetzen kann, oder fühle ich mich unersetzlich?
  • Gönne ich mir in meiner Freizeit den nötigen Ausgleich (Sport, Hobbies…)oder sitze ich meistens auf der Couch, weil ich für andere Dinge keine Energie mehr habe?
  • Bin ich körperlich fit und gesund oder habe ich körperliche Reaktionen wie häufiges Kopfweh, Nackenschmerzen, innere Unruhe, Magen-Darmverstimmungen…?

Wenn Sie bei der Mehrheit der oben angeführten Fragen erst nach dem ODER die richtige Aussage gefunden haben, dann würde ich Ihnen empfehlen, einmal ein bisschen in sich hinein zuhören – damit ein drohendes Burnout doch noch rechtzeitig abgewehrt werden kann.

 

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei!

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Kommentare: 2
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