Der Glaube kann Berge versetzen....wahr oder falsch?

Der eine oder andere unter Ihnen kennt diesen Satz noch aus dem Religionsunterricht: Alles, worum ihr betet und bittet - glaubt nur, dass ihr es schon erhalten habt, dann wird es euch zuteil. (Markus 11, 24) 

 

Soviel sei vorweg gesagt: Ich bin sicher nicht der religiöseste Mensch auf Gottes Erden - das Mentaltraining hat mich jedoch immer wieder mit Bibelzitaten konfrontiert. Und dieses Zitat klingt ja relativ easy....man nehme also eine gute Portion positiv denken, formuliere seinen Wunsch und schon....

wird´s real und der langgehegte Wunsch geht in Erfüllung.  Auch ich hab vor Jahren genauso gedacht.

 

Mittlerweile hat sich bei der Arbeit mit meinen Klienten gezeigt, dass es nicht unbedingt zwangsläufig am Glauben liegt - oder eigentlich noch ein bissl drastischer: Es kann sogar sein, dass der Satz "Sie müssen einfach dran glauben..." einen ungeahnt hohen Erwartungs- und Erfolgsdruck auslöst, der nämlich danach genau das Gegenteil bewirkt.

 

Wenn also der versuchte Glaube an etwas genau das bringt was man nicht möchte - nämlich Willensdruck und Erwartung auslöst - dann muss es doch etwas anderes geben, das besser funktioniert, oder?

 

Stimmt. Gibt es.

 

Die Antwort ist allerdings so banal liebe Leser, dass ich hoffe dass Ihre Erwartungshaltung damit nicht enttäuscht wird: Der Schlüssel zur Wunscherfüllung liegt definitiv nicht am Glauben - sondern einzig und allein darin, dass die Möglichkeit nicht ausgeschlossen wird, dass  sich der Wunsch/ das Ziel doch erfüllen könnte.

 

Ich weiß, damit hätten Sie jetzt nicht gerechnet & finden diese Erkärung auch ein wenig profan. Verständlich. Aber was will Ihnen denn diese neue Sicht der Dinge aufzeigen? Es ist nicht wichtig, dass Sie zu 100% daran glauben, dass Sie den Traumjob, Traummann, das Traumleben bekommen, von dem Sie immer geträumt haben. Es ist wirklich ausreichend wenn Sie sagen: "Bisher habe ich das noch nicht erlebt, aber es könnte schon sein, dass es diesen Job/Mann, dieses Leben für mich noch gibt." Einfach das österreichische Prinzip aufleben lassen - ganz nach dem Motto: "Schau mal mal....." Damit passiert nämlich etwas faszinierendes: Sie geben dieser neuen Idee damit ein Stück Raum. Nicht viel, aber so viel, als dass es nicht mehr unmöglich erscheint.

 

Wenn wir ohne lang drüber nachzudenken über unsere Einstellungen plaudern, dann verfallen wir oft in eine Kommunikation, die keinen Raum für Alternativen bietet:  "Einen Mann der mich glücklich macht gibt´s sowieso nicht für mich",, "Die anderen haben immer das Glück", "Ich werd sowieso nie einen Job finden, der mich erfüllt."

 

Haben Sie bemerkt, was diese Sätze gemein haben? Richtig! Alle Aussagen sind absolute Aussagen, lassen also keinen Platz für Alternativen. Und Sie wissen ja schon, dass unser Verhalten die Muster und Glaubenssätze unseres Gehirns erfüllt. Wenn Sie also versuchen, diese Gedanken aufzugreifen & sie zumindest geringfügig abzuwandeln - z.B.

"Bis jetzt hab ich noch keinen Mann kennengelernt der mich glücklich gemacht hat, ab jetzt bin ich bereit dazu." dann passiert etwas wirklich erstaunliches: Die Idee beginnt zu leben & es passieren Dinge die davor nie möglich gewesen wären...

 

Also - bedenken Sie bitte: Der Glaube kann möglicherweise Berge versetzen - einer neuen Idee zumindest ein Prozent Bedeutung zu geben, kann Ihr Leben verändern!

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0