Neues Jahr, neue Richtung? Fünf Schritte um das Hamsterrad zu verlassen!

Das Jahr hat gerade erst begonnen, und schon möchte ich einen Neujahrsvorsatz in die Tat umsetzen: Ich oute mich. Ja, Sie haben richtig gelesen: Ich möchte mich Ihnen so authentisch wie nur möglich zeigen. Sie als geschätzte/r LeserIn meines Blogs haben ein Recht darauf folgendes zu wissen - also aufgepasst: Ich LIEBE meinen Job!

 

Ich weiß, das sollte nicht so laut gesagt werden, sind wir doch hierzulande bekannt dafür, zu jammern. Und glauben Sie mir, dazu hätte auch ich genügend anzubieten. Also Jammerstoff eben. Nämlich vor allem aus der Zeit, in der ich noch nicht meine Berufung gelebt habe und die anderen dafür verantwortlich gemacht habe. Also meinen Chef, die Kollegen, die Wirtschaftslage, und und und…..

Ich habe mich schon vor Jahren ganz bewusst dazu entschieden, diesen Jammerweg zu verlassen. Ich habe mich entschlossen, meiner Sehnsucht nach der Arbeit mit Menschen komplett nachzugeben und meinen Ressourcen zu vertrauen. Ich habe mir eine Auszeit genommen, und wusste auf einmal ganz genau, wo ich hinmöchte.

 

Aber.... wissen wir immer ganz genau, wo wir hinmöchten? Nehmen wir mal Bettina als Beispiel: Bettina arbeitet seit 15 Jahren als gut bezahlte Fachkraft in einem Unternehmen. Sie ist da irgendwie hineingerutscht, eigentlich hat sie die Stelle damals angenommen, weil sie schnell wieder einen Job gebraucht hat. Wenn Freunde und Bekannte sie nach ihrem Job fragen, antwortet sie stets "Ja, ist okay, keine Hochs aber auch keine Tiefs, ich krieg am Anfang des Monats mein Gehalt, ist also eine sichere Sache." Bis vor 3 Monaten. Da wurde Bettina gemeinsam mit 30 anderen Mitarbeitern verkündet, dass es Budgetkürzungen gäbe und man daher gezwungen sei, diese Mitarbeiter - und auch Bettina - zu kündigen. Für Bettina ist eine Welt zusammengebrochen. Der vermeintlich sichere Arbeitsplatz ist weg. Und in den letzten 15 Jahren sah Bettina auch keinen Anlass, sich mit ihren eigentlichen Fähigkeiten oder beruflichen Träumen auseinanderzusetzen. Sie hatte den Fokus für sich selbst verloren.

 

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es hauptsächlich zwei Faktoren sind, die uns daran hindern, die eigene Richtung zu erkennen bzw. auch zu leben:

 

1. Das Hamsterrad

 

Wenn wir tagtäglich dasselbe tun, ohne zu hinterfragen, dann funktionieren wir gut. Aber ist 'gut funktionieren' immer das erstrebenswerte Ziel? Natürlich nicht, werden Sie jetzt vielleicht denken. Aber im Rahmen unserer Leistungsgesellschaft ist das Funktionieren ein ziemlich gelerntes Verhalten. Und ein Ausstieg ist eine oft lang überlegte Entscheidung, oft so lange, dass sie wie bei Bettina letztendlich vom Außen getroffen wird.

 

2. Das fehlende Vertrauen in mich und meine Ideen

 

Ein Kollege von mir pflegt zu sagen, dass der einzig sichere Job die Selbständigkeit sei, denn dann habe ich es in der Hand ob es läuft oder nicht und bin nicht von anderen abhängig. Nun, für mich bedeutet es nicht, dass die Selbständigkeit die einzig richtige Entscheidung ist. Die Mitarbeit in einem Unternehmen hat durchaus genauso viele Vorteile wie die Selbständigkeit. Ob es jedoch immer die sicherste Variante ist, bleibt fraglich. In jedem Fall ist es hilfreicher, auf sich selbst und seine eigenen Fähigkeiten zu vertrauen. Hier passt mein Lieblingszitat von Henry Ford: "Alles was du glaubst zu können oder nicht zu können, du hat recht." Es liegt so oft nicht daran, dass wir keine Fähigkeiten HABEN sondern dass wir sie nicht SEHEN. Werden hingegen die eigenen Stärken sichtbar, wird die äußere Sicherheit immer weniger wichtig. Denn es gibt dann immer noch andere Möglichkeiten, neue Ideen, denen wir uns widmen können.

 

Speziell die Tage zwischen Weihnachten und Heiligen 3 Könige eignen sich hervorragend um sich neu zu orientieren und alte Pfade zu verlassen. Ich mache dies jedes Jahr. Heuer lade ich Sie dazu ein, dies mit mir gemeinsam zu tun. Hier habe ich für Sie 5 mentale Schritte zusammengefasst, um neue berufliche Ideen -  und damit die neue Richtung -  für das neue Jahr auszuschöpfen:

 

1. Entspannen

 

Nun, zu aller erst geht es darum, dass Sie sich für Ihre Neu-Positionierung Zeit nehmen. Das bedeutet, dass Sie sich einen gewissen Zeitraum für sich selbst reservieren. Ob Sie in die Natur gehen, oder solo in die Therme fahren, oder aber einfach sich ein wohltuendes Bad gönnen oder mit einer warmen Tasse Tee auf das Sofa legen, bleibt ganz Ihnen überlassen. Beginnen Sie damit dass Sie ein paar tiefe Atemzüge nehmen, Sie können dabei Ihre Hände auf die Bauchdecke legen, damit Sie spüren können, wie Ihr Atem fließt. Die Entspannung ist nötig um überhaupt mental arbeiten zu können. Wir sprechen im mentalen Training vom Alpha-Zustand. Das ist jener Zustand, den wir beim sogenannten „Narrn-Kastl“ schauen erreichen.

 

2. Visualisieren

 

In dieser Entspannung lassen Sie Ihre geistige Bilderwelt erwachen. Sie dürfen also träumen. Bereiten Sie dafür schon vorab ein paar Fragen vor, die Sie sich dann im Rahmen Ihrer Entspannung stellen können, wie z.B. "Was hat mir bisher beruflich am meisten Freude bereitet?" "Wenn ich nochmal von vorne anfangen könnte, dann würde ich...." "Angenommen ich würde es mir zutrauen, dann wäre es.....". Mit diesen oder ähnlichen Fragen können Sie das Tor zu Ihren inneren Bildern leichter öffnen und finden so den Zugang zu möglicherweise "verborgenen" Ideen oder Wünschen.

 

3. Zu Papier bringen

 

Haben Sie Ihre eigene Bilderwelt erforscht, halten Sie Papier und Stift bereit und notieren Sie Ihre Ideen umgehend. Unser Verstand schaltet sich sonst sofort ein, und sucht gemeinsam mit Ihnen Gründe, warum diese Ideen nicht umsetzbar sind, oder was dagegen spricht. Und ja, es macht durchaus Sinn, die eigenen Ideen kritisch zu hinterfragen und auf ihre Realisierbarkeit zu überprüfen. Aber erst zu einem späteren Zeitpunkt. Jetzt geht es erstmal darum - ähnlich wie bei einem Brainstorming - alle Ideen als legitim gelten zu lassen.

 

4. Realitäts-Check

 

Haben Sie alle Ideen gesammelt, betrachten Sie diese erneut und prüfen Sie diese auf Machbarkeit. Oft greifen wir beim Träumen nach den Sternen, das ist auch gut so, in dieser Phase achten Sie jedoch darauf, was innerhalb eines Jahres davon umsetzbar ist. Umsetzbar bedeutet in diesem Zusammenhang fordernd aber nicht überfordernd.

 

5. Ziel-Vereinbarung treffen

 

Sind ihre Pläne durch den Realitäts-Check gegangen steht einer Vereinbarung mit Ihnen selbst nichts mehr im Wege. Achten Sie beim Formulieren Ihrer Ziele darauf, dass sie eindeutig und messbar sind. Ein Vertrag mit sich selbst hat übrigens für Ihr Gehirn den selben Wert wir ein Vertrag mit einer anderen Person. Die Amerikaner bezeichnen dies als Commitment, also die Verantwortung für den eigenen Erfolg.  Wichtig ist übrigens, den Vertrag an einer gut sichtbaren Stelle aufzuhängen. Räumen Sie ihn also nicht in die nächste Lade, sondern platzieren Sie Ihre Vereinbarung beispielsweise am Kühlschrank, im Badezimmer oder an die Innenseite der Haustüre. So werden Sie (und Ihr Gehirn) immer an Ihr Ziel erinnert, und Ihre Träume werden so zum Leben erweckt.

 

Denn wie sagte Walt Disney einst: „If you can dream it, you can do it.“ In diesem Sinne: Viel Spaß beim Verlassen des Hamsterrades - Holen Sie sich das Potenzial des Jahres 2018!

 

 

 

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